Ratgeber zu Rohrbruch und Wasserschaden
Was tun bei einem Rohrbruch, einer undichten Wasserleitung oder plötzlich austretendem Wasser? Die wichtigsten Informationen, Sofortmaßnahmen und Antworten auf häufige Fragen.
Rohrbruch – was tun?
Ein Rohrbruch oder Wasserschaden kommt meist unerwartet. Innerhalb kurzer Zeit kann austretendes Wasser Böden, Wände, Decken und Möbel beschädigen. Entscheidend ist deshalb, zunächst richtig zu reagieren und die Ursache möglichst schnell fachgerecht beheben zu lassen.
In diesem Ratgeber von Klempner Hansemann in Aachen erfahren Sie, woran Sie einen Rohrbruch erkennen, was Sie im ersten Moment tun können, welche Ursachen häufig dahinterstecken und wann professionelle Hilfe erforderlich ist.
Wenn plötzlich Wasser austritt oder Sie einen Rohrbruch vermuten, sollten Sie zunächst versuchen, den Wasseraustritt zu begrenzen.
- 1. Wasserzufuhr abstellen
- 2. Elektrische Gefahren beachten
- 3. Wasser auffangen und weitere Schäden begrenzen
- 4. Schaden dokumentieren
- 5. Ursache fachlich prüfen lassen
Woran erkennt man einen Rohrbruch?
Ein Rohrbruch muss nicht immer sofort durch eine große Menge Wasser auffallen. Je nach Lage und Größe der beschädigten Leitung können sich zunächst nur kleinere Anzeichen zeigen.
- plötzlich auftretende Feuchtigkeit
- Wasserflecken an Wand oder Decke
- ungewöhnlich feuchte Stellen
- abblätternde Farbe oder Tapete
- aufgequollene Böden
- muffiger oder feuchter Geruch
- ungewöhnliche Geräusche in Wänden oder Böden

Kann ein Rohrbruch unbemerkt bleiben?
Ja. Ein kleiner Schaden innerhalb einer Wand oder unter einem Boden kann zunächst unauffällig sein. Feuchtigkeit kann sich dabei langsam im Mauerwerk oder in anderen Bauteilen ausbreiten.
Deshalb sollte beispielsweise ein neuer Wasserfleck nicht einfach überstrichen werden. Zunächst sollte geklärt werden, woher die Feuchtigkeit kommt.
Rohrbruch in der Wand
Ein Rohrbruch innerhalb einer Wand ist besonders schwer selbst zu beurteilen. Häufig ist von außen zunächst nur eine feuchte Stelle, ein Wasserfleck oder eine Veränderung der Wandoberfläche zu erkennen.
Mögliche Anzeichen sind:
- feuchte oder dunkle Stellen
- abblätternde Farbe
- sich lösende Tapeten
- aufgequollener Putz
- Schimmelbildung
- ungewöhnliche Geräusche
- dauerhaft feuchte Bereiche
Die eigentliche Leckstelle muss dabei nicht unmittelbar hinter der sichtbaren Feuchtigkeit liegen. Wasser kann sich innerhalb von Bauteilen ausbreiten.
Wasserleitung undicht – was können die Ursachen sein?
Eine undichte Wasserleitung kann unterschiedliche Ursachen haben. Dazu gehören unter anderem:
- Alter der Leitung
- Korrosion
- Materialermüdung
- beschädigte Verbindungen
- mechanische Belastungen
- Frostschäden
- Druckprobleme
Bei älteren Gebäuden können zusätzlich ältere Rohrsysteme und Verbindungen eine Rolle spielen.
Eine undichte Leitung sollte nicht dauerhaft nur provisorisch abgedichtet werden. Entscheidend ist, die tatsächliche Ursache zu finden und zu beurteilen, welche Reparatur erforderlich ist.
Wo können Rohrbrüche auftreten?
Ein Rohrbruch kann an unterschiedlichen Stellen innerhalb eines Gebäudes entstehen.
- Rohrbruch im Badezimmer
- Rohrbruch in der Küche
- Rohrbruch im Keller
- Rohrbruch in der Wand oder im Boden
- Rohrbruch an einem Anschluss
Die eigentliche Leckstelle muss dabei nicht unmittelbar hinter der sichtbaren Feuchtigkeit liegen. Wasser kann sich innerhalb von Bauteilen ausbreiten.
Wasserschaden durch Rohrbruch
Ein Rohrbruch kann mehr verursachen als eine nasse Stelle. Wenn Wasser über längere Zeit in Wände, Böden oder Decken eindringt, können Folgeschäden entstehen.
Mögliche Folgen sind:
- beschädigte Bodenbeläge
- aufgequollene Materialien
- beschädigter Putz
- feuchte Wände
- Schäden an Decken
- Beeinträchtigung von Möbeln

FAQ
Weitere Fragen und Antworten
Ein Wasserfleck oder tropfendes Wasser an der Decke sollte ernst genommen werden.
Mögliche Ursachen können beispielsweise eine beschädigte Wasserleitung, ein Problem in einer darüberliegenden Wohnung oder eine andere Undichtigkeit sein.
Wenn Wasser aktiv austritt, sollte zunächst versucht werden, die Wasserzufuhr zu unterbrechen, sofern dies gefahrlos möglich ist.
Bei einer Wohnung in einem Mehrfamilienhaus sollte außerdem der Vermieter beziehungsweise die Hausverwaltung informiert werden.
Bei einem Wasserschaden sollten zunächst weitere Schäden möglichst begrenzt werden.
Je nach Situation können folgende Schritte sinnvoll sein:
- Wasserzufuhr stoppen
- Gefahren durch Strom beachten
- Wasser aufnehmen, sofern gefahrlos möglich
- gefährdete Gegenstände sichern
- Schaden fotografieren
- Vermieter oder Hausverwaltung informieren
- Versicherung kontaktieren, sofern erforderlich
- Ursache fachgerecht prüfen lassen
Bei einem größeren Wasseraustritt sollte die Schadensbegrenzung möglichst schnell erfolgen.
Bei einem sichtbaren, kleinen Defekt kann die Versuchung groß sein, selbst eine schnelle Reparatur vorzunehmen. Bei wasserführenden Leitungen sollte jedoch berücksichtigt werden, dass eine undichte Stelle nur das sichtbare Symptom sein kann.
Eine fachliche Prüfung ist besonders wichtig, wenn:
- weiterhin Wasser austritt
- die Schadensstelle nicht eindeutig erkennbar ist
- sich Feuchtigkeit in Wand oder Boden befindet
- der Wasserdruck verändert ist
- der Schaden wiederholt auftritt
- mehrere Stellen betroffen sind
Nicht jeder kleine Tropfen erfordert automatisch einen Notdiensteinsatz. Dringend wird die Situation insbesondere dann, wenn größere Mengen Wasser austreten oder ein weiterer Wasseraustritt nicht verhindert werden kann.
Beispiele:
- Wasser tritt unkontrolliert aus
- Wasser läuft in Wände oder Decken
- die Ursache ist unbekannt und der Wasseraustritt hält an
- ein wichtiger Teil der Wasserversorgung ist betroffen
- elektrische Anlagen könnten durch Wasser gefährdet sein
- ein erheblicher Wasserschaden droht
In solchen Situationen sollte schnell gehandelt werden.
Wer die Kosten eines Rohrbruchs beziehungsweise eines daraus entstandenen Wasserschadens trägt, hängt von den Umständen ab.
Bei Mietwohnungen können beispielsweise Vermieter, Mieter und Versicherungen unterschiedliche Zuständigkeiten haben. Entscheidend können unter anderem die Ursache des Schadens, das betroffene Eigentum und die jeweiligen Versicherungsverhältnisse sein.
Deshalb sollte nicht pauschal davon ausgegangen werden, dass immer der Eigentümer oder immer der Mieter für sämtliche Kosten verantwortlich ist.